Fragen und Antworten zu Kindermilch

Was ist der Unterschied zwischen Säuglingsmilch, Folgemilch und Kindermilch?

Säuglingsmilchen und Folgemilchen sind Nahrungen, die auf die besonderen Bedürfnisse von Säuglingen im ersten Lebensjahr zugeschnitten sind. Ihre Zusammensetzung ist in der deutschen Diätverordnung festgelegt. Säuglingsmilchen gibt es in den Stufen Pre und 1, Folgemilchen in den Stufen 2 und 3.

 

Kindermilch ist speziell für Kleinkinder entwickelt worden und gibt es in den Stufen 1+ (ab 1 Jahr) und 2+ (ab 2 Jahren). Kindermilch kombiniert, je nach Nährstoff, die Vorteile von Vollmilch, fettarmer Milch und Folgemilchen und tragen damit zu einer optimalen Nährstoffzufuhr im Kleinkindalter bei.

Wie viel Kindermilch sollten Kleinkinder pro Tag trinken?

Im Rahmen einer ausgewogenen Kleinkindernährung wird eine tägliche Trinkmenge von 300 bis 330ml Milch und Milchprodukte empfohlen. Zwei kleine Becher Kindermilch liefern etwa 200ml und lassen noch genug Platz für andere Milchprodukte wie etwa Käse, Joghurt oder Quark.

Gewöhne ich die Kinder mit Kindermilch an einen bestimmten Geschmack? Sind Aromastoffe zugesetzt?

Viele Kindermilch-Produkte in Deutschland verzichten bewusst auf Aromastoffe und haben einen natürlichen Milchgeschmack. Sie folgen damit auch den Empfehlungen des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) und der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ).

Mit welchen Nährstoffen sind Kleinkinder in Deutschland nicht optimal versorgt?

Als kritische Nährstoffe können insbesondere Vitamin D, Jod, Eisen, Folsäure und mehrfach ungesättigten Fettsäuren angesehen werden. Andererseits nehmen Kleinkinder deutlich zu viel Salz, Zucker, gesättigte Fettsäuren und Eiweiß zu sich – die Eiweißzufuhr überschreitet die empfohlene Mindestzufuhr um das Zwei- bis Dreifache.

Ersetzt Kindermilch eine ausgewogene Ernährung?

Nein. Kindermilch berücksichtigt die besonderen Ernährungserfordernisse von Kleinkindern und kann einen wichtigen Beitrag zu einer optimalen Nährstoffzufuhr leisten. Sie ersetzt jedoch nicht eine ansonsten altersgerechte und ausgewogene Ernährung wie vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) empfohlen.

Wie passt Kindermilch in eine ausgewogene Ernährung?

Eine altersgerechte und ausgewogene Ernährung nach dem Optimix-Prinzip des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) gewährleistet eine optimale Nährstoffzufuhr. Sie basiert auf einem Verzehr von reichlich Obst, Gemüse, Getreideprodukten und Getränken, einem mäßigen Verzehr an Fleisch, Wurst, Käse, Fisch, Eiern sowie Milch- und Milchprodukten und einem sparsamen Umgang mit fett- und zuckerreichen Nahrungsmitteln. In der Realität sieht die Ernährung in vielen Familien jedoch anders aus und so ist die Nährstoffversorgung von Kleinkindern in Deutschland nicht optimal. Das zeigen mehrere Verzehrstudien. Eine auf die speziellen Ernährungsbedürfnisse von Kleinkindern abgestimmte Kindermilch kann daher einen guten Beitrag zu einer besseren Nährstoffversorgung leisten.

Handelt es sich bei Kindermilch um eine vollwertige Mahlzeit oder ein Getränk?

Kindermilch ist ein Milchgetränk und keine komplette Mahlzeit. Der Energiegehalt moderner Kindermilch ist im Vergleich zu einer Folgemilch deutlich geringer und vergleichbar mit fettarmer Kuhmilch (1,5% Fettgehalt). Kindermilch eignet sich als Milchgetränk optimal zum Frühstück, Abendessen oder zwischendurch.

Wie sieht die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) für die Zusammensetzung von Kindermilch aus?

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) empfiehlt: „Kleinkindermilch sollte so zusammengesetzt sein, dass sie in Bezug auf die wichtigen Nährstoffe der Vollmilch (Kalzium, Vitamine A, B2) und in Bezug auf den Energiegehalt der teilentrahmten Kuhmilch ähnlich und bei kritischen Nährstoffen an den Vorgaben der Folgenahrung ausgerichtet ist.“

 

Mehr Infos dazu hier.

Warum liegt der Vitamin-D-Gehalt mancher Kindermilch-Produkte über den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)?

Die Empfehlung der DGKJ für den Vitamin D-Gehalt in Kindermilch orientiert sich an den Richtlinien für Folgemilchen für Säuglinge und stammt aus dem Jahr 2011. Ein Jahr später hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) die Vitamin D-Empfehlung von 5 auf 20µg pro Tag erhöht. Daher wurde der Vitamin D-Gehalt einiger Kindermilch-Produkte1 bereits den aktuellen DGE-Empfehlungen angenähert.

 

1 Milupa Kindermilch ab 1 Jahr (Stand Oktober 2013)

Kann es zu einer Überdosierung mit Vitamin D kommen? Reicht die Zufuhr in den Wintermonaten aus? Sollen die Kinder trotzdem zusätzlich supplementieren?

Die Obergrenze für die Zufuhr an Vitamin D für Kleinkinder wurde von der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA (European Food Safety Authority) mit 25 µg pro Tag definiert. Nach den Daten der VELS-Studie (Verzehrstudie zur Ermittlung der Lebensmittelaufnahme von Säuglingen und Kleinkindern) nehmen Kleinkinder aber nur eine Bruchteil dieser Menge mit der Nahrung auf, etwa 1,2µg Vitamin D pro Tag. Der Körper kann zwar auch Vitamin D produzieren, aber nur wenn er ausreichend und täglich an der Sonne ist. Das ist leider in der Regel kaum der Fall – insbesondere in den Wintermonaten.

 

Daher empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) für das gesamte Kindes- und Jugendalter eine Supplementierung, beispielsweise über Tabletten, in Höhe von 20µg Vitamin D pro Tag.

 

Vitamin D-Vergiftungen sind lediglich durch eine überhöhte Zufuhr möglich. Diese sind bei täglichen Vitamin D-Mengen von mehr als 1.000µg beschrieben und über die normale Zufuhr von Nahrungsmitteln nicht zu erreichen.

Worin unterscheiden sich die neuen Kindermilchrezepturen von den bisherigen?

Erste Kindermilch-Produkte1 in Deutschland orientieren sich in ihrer Zusammensetzung bereits an den aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) und sind speziell auf den Nährstoffbedarf ab 1 Jahr abgestimmt:

mit Vitamin D und Kalzium – für Wachstum und Entwicklung der Knochen

mit Jod – unterstützt die normale Funktion der Schilddrüse

mit altersgerecht reduziertem Eiweißgehalt

 

Weiterhin wird in den meisten Kindermilch-Produkten heute auf Aromastoffe und Süßungsmittel verzichtet, um die im frühen Kindesalter stattfindende Geschmacksprägung nicht zu stören.

 

1 Milupa Kindermilch ab 1 Jahr (Stand Oktober 2013)

Was unterscheidet unterschiedliche Kindermilch-Produkte voneinander?

Moderne Kindermilch zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Zusammensetzung den Nährstoffempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) entspricht. Diesen Schritt haben bereits einige Kindermilch-Produkte1 gemacht – einige, aber nicht alle! Achten Sie beim Kauf einer Kindermilch deshalb insbesondere auf einen Energiegehalt, der wie fettarme Milch bei circa 50kcal pro 100ml liegt und einen Kalziumgehalt wie in Vollmilch von circa 120mg pro 100ml.

Weiterhin enthalten besonders hochwertige Kindermilch-Produkte1 patentierte Prebiotika (GOS/FOS) für eine gesunde Darmflora.

 

1 Milupa Kindermilch ab 1 Jahr (Stand Oktober 2013)

Welchen Vorteil haben die patentierten Prebiotika (GOS/FOS)?

Prebiotika fördern eine bifidusdominante, also gesunde Darmflora. Sie dienen als „Futter“ für die guten Bakterien im Darm und verdrängen so unerwünschte Keime. Hochwertige Kindermilch1 enthält diese wichtigen Prebiotika (GOS/FOS), eine besondere Mischung aus patentierten GOS/FOS2, eine prebiotische Ballaststoffmischung für eine gesunde Darmflora.

 

1 Milupa Kindermilch ab 1 Jahr (Stand Oktober 2013)

2 GOS/FOS: patentierte kurzkettige Galakto-Oligosaccharide/langkettige Frukto-Oligosaccharide von Milupa im Mischungsverhältnis 9:1



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