Fünf Mahlzeiten am Tag

    • Frühstück und Abendessen 
      Die kalten Mahlzeiten am Tag

      Der Tag beginnt mit einem vollwertigen Frühstück. Hier sind Milch- und Milchprodukte (etwa 300-350 Milliliter bzw. Gramm über den Tag verteilt) wichtige Bestandteile der Mahlzeiten, unter anderem enthalten sie viel Kalzium für einen starken Knochenaufbau.

       

      Spezielle Kleinkindermilch schmeckt vielen Kindern und enthält wertvolle Wachstumsbausteine aus der Milch. Kleinkindermilch kann außerdem dazu beitragen, die Versorgung mit Vitamin D, Jod und Eisen gezielt zu verbessern.

       

      Ein Becher Milch oder Kleinkindermilch gehört auch zum Abendessen. Hin und wieder, etwa zweimal wöchentlich, kann es auch mal ein Milchbrei sein. Den kennt und liebt das Kind aus seiner Säuglingszeit.

       

      Zum Frühstück und Abendessen gehört unbedingt viel Obst, Gemüse und Brot, natürlich aber auch Getreideflocken. Kindermüslis mit Alterskennzeichnung wie „ab 1. Jahr“ sind ebenfalls sinnvoll. Sie lassen sich aufgrund ihrer Konsistenz gut kauen und versorgen die Kleinen mit wichtigen Ballaststoffen. Viele der Produkte sind frei von Zuckerzusätzen und überflüssigen Aromen.

      Kleinkind Ernährung Frühstück Abendessen Ernährungspyramide
      Die Ernährungspyramide für die kalten Mahlzeiten am Tag: Frühstück und Abendessen. Die Position der Lebensmittel in der Pyramide drückt aus, wie hoch deren Anteil in einer optimierten Mischkost sein sollte. Kleinkinder sollten also zum Frühstück beispielsweise besonders viel Milch und Milchprodukte bekommen (unterer Bereich), aber nur ganz wenig Fettiges und Süßes (oberer Bereich).
    • Kleinkind Ernährung Frühstück Abendessen Kindermilch

      Tipps:

      Ganz wichtig ist auch, dass Eltern sich die Zeit nehmen, mit Ihrem Kind in Ruhe zu frühstücken. Unnötige Hektik verdirbt den Appetit.

      Auch schöner Tischschmuck kann für eine angenehme Atmosphäre sorgen.

      Kleinkind Ernährung Frühstück und Abendessen Ballaststoffe
    • Kleinkind Mittagessen optimierte Mischkost

      Tipps:

      Es ist ganz normal, wenn das Kind eine Gemüsesorte erst mal ablehnt. Dann können Eltern es mal mit einer anderen Zubereitung versuchen, z.B. mit Suppen, Soßen oder Aufläufen, oder mit Gemüsepizza.

      Wenn mal keine Zeit ist nach der empfohlenen optimierten Mischkost zu kochen, können Eltern auch auf Kindermenüs mit entsprechender Alterskennzeichnung zurückgreifen. Sie sind mild gewürzt und bieten eine gute Nährstoffdichte in kleinkindgerechten Portionen.

      Kleinkind Ernährung Mittagessen Gemüse
    • Mittagessen 
      Wenn der Magen knurrt...

      Rohkost ist gesund – aber manche Vitamine und Mineralstoffe nimmt der Körper besser auf, wenn das Gemüse schonend gegart ist. Deshalb darf ein Teil der täglichen Gemüseration gekocht auf den Tisch kommen. Eltern haben hier Vorbildfunktion: wenn sie mittags Gemüse essen, akzeptieren Kleinkinder das leichter. Und das ist wichtig, denn Gemüse liefert nicht nur Vitamine, sondern auch Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe.

       

      Kartoffeln, Vollkornnudeln oder Vollkornreis steuern beim Mittagessen wertvolle Kohlenhydrate bei. Wichtig sind auch Fette mit Omega-3- und 6-Fettsäuren, wie sie zum Beispiel in fettem Fisch oder Rapsöl enthalten sind.

       

      Fleisch sollte als Beilage gesehen werden und nicht öfter als dreimal pro Woche auf dem Speiseplan stehen. Fisch und Eiergerichte gibt es jeweils einmal pro Woche.

       

       

      Kleinkind Mittagessen Ernährungspyramide
      Die Ernährungspyramide für das Mittagessen. Die Position der Lebensmittel in der Pyramide drückt aus, wie hoch deren Anteil in einer optimierten Mischkost sein sollte. Mittagessen sollte beispielsweise einen hohen Anteil an kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln oder Vollkornnudeln, aber auch Gemüse haben (untere beiden Bereiche), aber nur wenig Öl (oberer Bereich).
    • Zwei Zwischenmahlzeiten
      Kleinigkeiten für weitere Energie

      Als Zwischenmahlzeiten eignen sich Obst, Rohkost, Brot oder auch Milchprodukte, jeweils am Vormittag und am Nachmittag gegeben. So entsteht zwischen den Hauptmahlzeiten kein großer Hunger, den Kinder sonst mit Süßigkeiten stillen.

       

      Denn zu viel Süßes kann zu Übergewicht führen. Zucker gelangt schnell ins Blut und ist auch schnell wieder verbraucht, wodurch der Blutzuckerspiegel extrem absinkt und das Hungergefühl wieder stärker wird.

       

      Kleinkind Ernährung Zwischenmahlzeit Ernährungspyramide
      Die Ernährungspyramide für Zwischenmahlzeiten. Die Position der Lebensmittel in der Pyramide drückt aus, wie hoch deren Anteil in einer optimierten Mischkost sein sollte. Kleinkinder können also viel Obst und Gemüse als Zwischenmahlzeit bekommen (unterer Bereich), aber nur ganz wenig Süßes und Fettiges (die oberen beiden Bereiche).

      Wie viel Ihr Kind zum zweiten Frühstück bekommt, hängt von der Menge am Morgen ab: Isst es nur wenig, braucht es bei der Zwischenmahlzeit am Vormittag entsprechend mehr. Ansonsten reicht ein kleiner Imbiss.

       

      Das Gleiche gilt für die Zwischenmahlzeit am Nachmittag. Ein Vollkornkeks, etwas Obst oder Fruchtmus, klein geschnittenes rohes Gemüse und ein Milchprodukt, zum Beispiel Grießbrei oder Joghurt, geben genug Energie für zwischendurch. Dazu gibt es Wasser, Fruchtsaftschorle oder Kräutertee.

    • Kleinkind Ernährung Zwischenmahlzeit Obst

      Tipp:

      Speziell mit der Altersempfehlung gekennzeichnete Kleinkindprodukte wie zum Beispiel Kinder-Getreidestangen und Früchteriegel eignen sich ebenfalls für zwischendurch und schmecken auch "schwierigen Essern".

      Kleinkind Ernährung Zwischenmahlzeiten Kleinkindprodukte
  • Getränke
    Trinken ist das A und O

    • Über den Tag verteilt sollten die Kinder viel Flüssigkeit zu sich nehmen und insgesamt mindestens sechs Gläser à 100 Milliliter trinken. Manchmal muss ein Kleinkind allerdings noch mehr trinken als sonst, z.B. im Sommer, nach dem Toben, bei Durchfall und mit Fieber.

       

      Besonders geeignet zum Trinken sind Wasser, Früchte- oder Kräutertees sowie Fruchtsaftschorlen im Verhältnis zwei Teile Wasser, ein Teil Saft.


      Möglich sind auch Säfte und Schorlen, die speziell für Babys und Kleinkinder hergestellt werden. Sie unterliegen, wie andere Kleinkinderlebensmittel, strengen Qualitätskontrollen, die in der deutschen Diätverordnung festgelegt sind. Außerdem gibt es eine EU-Richtlinie, die für Kindersäfte neben strengen Grenzwerten für Rückstände und Schadstoffe auch Mindestwerte für Vitamin C definiert.

      Kleinkind Ernährung Getränke Kindermilch
    • Kleinkind Ernährung Getränke Wasser

      Tipps:
      Beim Spielen vergessen Kinder oft das Trinken. Bieten Sie Ihrem Kind deshalb auch zwischendurch etwas zu trinken an.

      Zu jeder Mahlzeit sollte es etwas zu trinken geben. So lernt Ihr Kind von Anfang an, dass dies zum Essen immer dazugehört. Nur direkt vor dem Essen sollten Kinder besser nichts mehr trinken. Sonst stillen sie den ersten Hunger mit Flüssigkeit und haben danach keinen Appetit mehr.

    • Kleinkind Ernährung Süßigkeiten
    • Umgang mit Süßigkeiten
      Die Vorliebe für Süßes ist Kindern angeboren

      Eltern sollten darauf achten, dass die Leckereien höchstens zehn Prozent der täglichen Energiezufuhr ausmachen. Das heißt, dass das Kind höchstens so viel Süßes pro Tag essen sollte, wie in seine Hand passt. Das können Kekse, Gummibärchen oder mal ein Stück Schokolade sein.

      Achtung:
      Auch Marmelade, Nuss-Nougat-Creme oder zuckerhaltige Getränke zählen zu Süßigkeiten.

      Tipp:
      Süße Vorräte werden am besten in einer Dose gelagert, aus der das Kind sich – in Beisein der Eltern – einmal am Tag bedienen darf. So lernt es, sich die Mengen einzuteilen.



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